Was ist Sanftmut?

Das Lamm an der Seite der Statue ist das traditionelle Symbol der Sanftmut.

File:3560 – Milano – San Carlo al Corso – Allegoria – Foto Giovanni Dall’Orto 22-Jun-2007.jpg From Wikimedia Commons, the free media repository. Hier der Link.

 

„Erinnere sie daran, dass sie … niemanden verleumden, nicht streiten, gütig seien, alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen.“ (Titus 3,1+2/Luther).

Hier ist wieder eine Bibelstelle, in der betont wird, dass Christen sanftmütig sein sollen. Es geht darum wie wir mit anderen Menschen umgehen.

Das ist Grund genug, einmal nachzufragen, was dieses eher ungebräuchliche Wort eigentlich bedeutet. Hier sind ein paar Ergebnisse, die ich im Web gefunden habe:

Sanftmut. Sanftmut ist eine ausgeglichene und friedfertige Wesensart. Sanftmut ist ein mildes, weiches und nachsichtiges Temperament. Sanftmut kommt von sanft und Mut. Mut als zweiter Teil eines Wortes wie z.B. in Hochmut, Sanftmut, Gleichmut steht für Gemüt, Stimmung, Gesinnung . Sanft bedeutet weich, zart, leicht, still und vorsichtig.

Hier ist der Link zu diesem Web-Wörterbucheintrag.

Die folgende Erklärung habe ich bei Wikipedia gefunden:

Sanftmut ist eine Charaktereigenschaft. Sie galt als Tugend einiger Herrscher: So trug Friedrich II. von Sachsen (1412–1464) den Beinamen „der Sanftmütige“, ebenso der Pfalzgraf Ludwig IV. (1424–1449). Der Bischof und christliche Mystiker Franz von Sales (1567–1622) wird als Heiliger der Sanftmut angesehen, der seine Neigung zu Zornausbrüchen zu zügeln lernte.

Zum Adjektiv sanftmütig sind Gegenbegriffe zornmütig (veraltet), jähzornig, aufbrausend und aggressiv.

Weiter unten stand dort noch folgendes:

Der Philosoph Otto Friedrich Bollnow hat Sanftmut folgendermaßen umschrieben:

„Die Sanftmut steht im Gegensatz zur Gewaltsamkeit. … Sanft ist er (der Mensch), wenn er sich nicht vom Zorn hinreißen läßt, ohne vermeidbare Härte im Affekt, weich und behutsam. Sanftmut bezeichnet dabei nicht nur eine Weise des Verhaltens, sondern mehr noch eine Beschaffenheit der Gesinnung. … Die Sanftmut des Verhaltens verbindet sich sodann mit der Behutsamkeit im Umgang. Diese Behutsamkeit ist eine Art von Vorsicht, die keinen Schaden an den andern Menschen … herankommen lassen will.“ – Bollnow: Die Tugend der Geduld[4]

Hier geht es zu der Wikipedia Seite.

Ansonsten habe ich auf der Wikipedia Seite noch interessant gefunden, dass Sanftmut für Thomas von Aquin ein Aspekt von Tapferkeit war. Thomas von Aquin unterschied zwischen Sanftmut und Nachsicht.

Jesus ist uns ein Vorbild in der Sanftmut (Matthäus 11,29). Christen sollen lernen, gegenüber allen Menschen, mit denen sie zu tun haben, sanftmütig zu sein. D.h. wir sollen darauf achten, dass anderen wenigstens von uns kein Schaden zugefügt wird.

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Ich habe Zitate der Wikipedia Seite wiedergegeben, weil diese unter folgender Lizenz steht: „Creative Commons Attribution/Share Alike“

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