Jesus als Lehrer kennenlernen

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Jesus sagt: „…lernet von mir… so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ (Matthäus 11,29). Ich möchte darüber nachdenken, was es bedeutet, von Jesus zu lernen. Dazu einige Gedanken über Jesus als Lehrer.

Wenn man einen Lehrer charakterisieren oder bewerten möchte, kann man sich beispielsweise seine Schüler einmal genauer ansehen. Was für Menschen waren es, die Jesus belehrte?

Häufig lesen wir, dass Jesus von großen Volksmengen umgeben war und sie unterwies. Er war davon überzeugt, dass seine Botschaft für die ganze Bevölkerung wichtig sein konnte.

Jesus hatte auch mit den religiösen Eliten seines Volkes zu tun. Dabei war er aber nicht auf Karriere und Ansehen aus. Er bemühte sich nicht, diesen Leuten nach dem Mund zu reden. Er konzentrierte sich nicht auf die Dinge, mit denen die Religionslehrer alle einverstanden waren. Vielmehr getraute er sich sogar, diese Menschen zu kritisieren. Schonungslos deckte er manche Schwachpunkte in religiösen Gedankengebäuden seiner Zeit auf. Er prangerte an, wenn die Gesetzeslehrer in ihrer Lehre oder in ihrem persönlichen Verhalten faule Kompromisse eingingen.

Seinerseits musste Jesus Kritik einstecken, weil er sich in seiner Lehrtätigkeit auch mit Leuten abgab, die ziemlich am Rande der religiösen Gesellschaft standen. Er verbrachte Zeit mit Menschen, mit denen man besser nicht so viel zu tun hatte. Er kümmerte sich um Leute, die einen selbst zu falschen Wegen verleiten könnten.

In meinem dritten Beitrag auf diesem Blog bin ich unter anderem kurz auf die Geschichte des Zöllners Zachäus eingegangen, der auf einem Maulbeerbaum steigen musste, um Jesus sehen zu können. So überwand er gewisse Hindernisse, um zu Jesus zu kommen. Er war klein von Gestalt und die Leute würden ihn nicht unbedingt durchlassen.

Doch die findige Idee des Zachäus und seine Bereitschaft zu klettern, erklären noch nicht, warum er tatsächlich mit Jesus in Kontakt kam. Ausschlaggebend war schließlich das Verhalten Jesu. Er wurde aufmerksam auf Zachäus und war willens, ihm einen Teil seiner Zeit zu widmen.

Jesus war sogar bereit, sich selber ins Haus des Zachäus einzuladen. Wir mögen denken, es sei einigermaßen unverschämt gewesen, dass Jesus sich selbst einlud. Doch damalige Religionslehrer würden sich kaum an den Tisch eines Zöllners setzen.

Zöllner waren Leute, die mit den Römern, das heißt mit Heiden zusammenarbeiteten. Man könnte kultisch unrein werden oder in seinem Wertesystem durcheinander kommen, wenn man sich mit solchen Menschen abgibt.

Doch Jesus sah das Herz des Zachäus an. Er sah sein Verlangen nach Gott. Tatsächlich hatte der Besuch Jesu im Hause dieses Zöllners Auswirkungen. Er entschloss sich sein Leben zu ändern und auch zu Unrecht eingezogenes Geld zurückzuzahlen. (Vgl. Lukas 19,1-10).

Ein Gedanke zu „Jesus als Lehrer kennenlernen

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